Lewentz: 11,3 Millionen Euro für den Wiederaufbau im Ahrtal

Innenminister Roger Lewentz hat der Landrätin des Landkreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, sowie Vertretern der Verbandsgemeinden Altenahr und Adenau zwölf Förderbescheide in Höhe von insgesamt 11,3 Millionen Euro überreicht. Die Zuwendungen stammen aus dem Sondervermögen Aufbauhilfe 2021.

„Der Landkreis Ahrweiler erhält fünf Förderbescheide in Höhe von insgesamt 10,15 Millionen Euro. Die Gelder dienen der Abfallentsorgung sowie der Ersatzbeschaffung von Feuerwehrausrüstung. Unter anderem wird die Beladung des bei der Feuerwehr Ahrbrück stationierten Gerätewagen Gefahrstoffe, die Atemschutzausstattung sowie die Wiederherstellung der in den Gemeinden an der Ahr zerstörten Warnsirenenstandorte gefördert. Dabei werden neue, elektronische Sirenen finanziert, die an verschiedene Funk- und Alarmierungsnetze angebunden sind und die Möglichkeit der Sprachdurchsage beinhalten“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei der Übergabe der Bescheide in der Kreisverwaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

„Die Flutkatastrophe stellt uns auch heute, zehn Monate später, noch immer vor Herausforderungen, von denen wir nie geglaubt hätten, sie einmal in unserem Kreis bewältigen zu müssen. Dazu zählen auch die Entsorgung der enormen Abfall-Mengen und deren Finanzierung sowie die Wiederherstellung des Ahrverlaufs und der naturnahen Uferbereiche. Mit den heute durch Innenminister Lewentz überreichten Förderbescheiden wird es uns möglich, einen Teil der hier notwendigen Investitionen zu stemmen. Hierfür sind wir sehr dankbar. Zugleich bedarf es auch weiterhin der engen Abstimmung mit und finanziellen Unterstützung durch Land und Bund“, sagte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand.

Weitere fünf Förderbescheide in Höhe von 1,1 Millionen Euro übergab der Minister an die Verbandsgemeinde Altenahr. „Der Aufbauhilfefonds von Bund und Ländern ermöglicht auch die Förderung von Übergangslösungen für die öffentliche Infrastruktur. In den Ortsgemeinden Altenahr, Mayschoß und Rech werden die Kosten für die Errichtung mehrerer Interims-Feuerwehrhäuser zu 100 Prozent übernommen. Auch die Ersatzbeschaffung eines durch die Flutkatastrophe zerstörten Tragkraftspritzenfahrzeugs inklusive Beladung der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzberg wird aus dem Aufbauhilfefonds gefördert“, sagte Lewentz.

Der Verbandsgemeinde Adenau überreichte der Minister zwei Förderbescheide in Höhe von 60.000 Euro für die Ersatzbeschaffung von Feuerwehrbekleidung der Wehren Antweiler, Barweiler, Dorsel, Müsch, Pomster und Schuld sowie verschiedener Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde, die durch durch die Flutkatastrophe zerstört oder unbrauchbar wurden.

„Die Arbeit unserer Feuerwehren ist unersetzlich. Der Einsatz in lebensgefährlichen Situation wie bei der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Daher ist es mir persönlich ein wichtiges Anliegen, dass die örtlichen Feuerwehren schnell wieder gut ausgestattet ihrer Arbeit für unsere Sicherheit nachgehen können und beschädigte oder unbrauchbar gewordene Einsatzmittel, Fahrzeuge und Gebäude zu 100 Prozent aus den Mitteln der Aufbauhilfe ersetzt werden", sagte der Innenminister.

Im Rahmen des vorzeitigen Maßnahmenbeginns wurde bereits vor Übergabe der Bewilligungsbescheide mit einem Großteil der Ersatzbeschaffungen sowie der Umsetzung der Wiederaufbaumaßnahmen begonnen.