Spitze der Landesregierung im Ahrtal: Fristverlängerung, Erleichterungen für Kommunen, Geld für konkrete Vorhaben

Einmal mehr hat an diesem Mittwoch die Spitze der Landesregierung das Ahrtal aufgesucht: Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Michael Ebling trafen sich in Dümpelfeld mit den Macherinnen und Machern der Kommunalverwaltungen vor Ort.

Wichtigstes Thema war die Fristverlängerung für Anträge: Bis 30. Juni 2026 können nun Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und nicht zuletzt die Kommunen Anträge für Hilfe aus dem Wiederaufbaufonds stellen, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt mitteilte. Der Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen, sagte, die Nachricht über die Fristverlängerung sei wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. 

Den Verwaltungen vor Ort stellte Innenminister Michael Ebling ein Paket an Erleichterungen für den Wiederaufbau vor. Das Innenministerium vereinfacht die Antragsverfahren für Kommunen. So sollen sie zügiger ihre Infrastruktur wiederaufbauen können. Oder vereinfacht gesagt: schneller mehr Geld in die Hand nehmen.

Die Landesregierung hat darüber hinaus mehr Flexibilität bei der Besoldung und Entlohnung geschaffen und personell unterstützt. Allein für 2022 stellt das Land 10 Millionen Euro für den Personalmehraufwand der Kommunen im Ahrtal bereit.

24 Förderbescheide überreichte Innenminister Ebling für Infrastrukturprojekte im Landkreis Ahrweiler. Das Volumen: 19 Millionen Euro. Dabei geht es unter anderem um die Wiederherstellung von Straßen oder der Straßenbeleuchtung sowie den Bau temporärer Fuß- und Radwegebrücken.