Der Drohnenflug ist Teil des deutsch-österreichischen Projekts „Aifer“. Dafür haben Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen Systeme entwickelt, die via künstlicher Intelligenz Ortslagen erfassen sollen. Dazu werden Daten von Satelliten, Flugzeugen, Drohnen sowie aus sozialen Netzwerken ausgewertet, zusammengefasst und in Echtzeit aufbereitet.
Das Forschungsteam hatte bereits im Oktober 2021 das Ahrtal mit Drohnen erkundet. Durch die neuen Aufnahmen erkenne man, wie weit der Aufbau des Ahrtals fortgeschritten sei und auf welchen Gebieten man lieber keine Gebäude errichten sollte, so der Koordinator der Sicherheitsforschung des Bayerischen Roten Kreuzes, Uwe Kippnich.
Laut Kippnich besteht die Besonderheit darin, dass die Forschungsteams eng mit den Einsatzkräften zusammenarbeiten. Die Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, mehrere Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr sowie das Deutsche Rote Kreuz des Kreisverbands Ahrweiler waren deshalb vor Ort. „Die Praktiker sagen, was ihre Bedürfnisse sind, während die Forscher sagen, was machbar ist“, so Kippnich. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Neben dem Forschungsprojekt „Aifer“ haben drei weitere Forschungsprojekte das Ahrtal mit Drohnen erkundet.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2022/04/20221031_drohnen-sammeln-daten-fuer-schnelle-katastrophenhilfe.html